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Montag, 27. Juni 2011

Zebrakind Maxi entdeckt die Welt

Anna Walker:
"Mein toller Tag mit Papa"
und "Mein toller Tag mit Mama"
ab 2 Jahren, 24 S., Pappe, ISBN ("Mama"): 978-3-8251-7742-3, ISBN ("Papa"): 978-3-8251-7743-0, € 7,50
Dürfen wir vorstellen? Das ist Maxi! Wenn Maxi morgens aufwacht, wartet der Tag schon darauf, entdeckt zu werden! Und wie herrlich ist es, wenn Mama und Papa da sind, mit denen man so viele tolle Sachen erleben kann. Mein toller Tag mit Mama und Mein toller Tag mit Papa – zwei wunderbare Pappbilderbücher, die zeigen, wie bunt und schön das Leben sein kann.

" ... Es ist erstaunlich, wie viel Ausdruck und Aktivität diese Zebras zeigen, die nur aus ein paar Streifen auf weißem Grund bestehen. Wenige Farben genügen um Maxis Welt zu erschaffen. Sie bleibt so überschaubar, dass sich schon Zweijährige in ihr zurechtfinden können ... " (Zur Rezension auf litterula.de)

Donnerstag, 23. Juni 2011

Kinder kochen mit der Zauberin Merlind

Daniela Drescher
Küchenzauber mit Merlind und Igor
- Ein Kochbilderbuch
Urachhaus Verlag 2011, 40 S., geb., ISBN-13: 978-3-8251-7782-9, € 13,90 
Merlind, die kleine Zauberin, und Igor, ihr tapsiger Hausdrache, haben längst die Kinderherzen erobert. Was tun die beiden, wenn sie gerade nicht zaubern? Kochen! Insgesamt 18 einfache und schmackhafte Rezepte, die auch schon von Kleineren ausgeführt werden können, garantieren Riesenspaß. - Hier gibt es süßes Gebäck, Plätzchen, Rote Grütze und eine Himbeertorte, Kürbis- und Walpurgissuppe, Ringelblumenbutter, Polenta-Pizza, Elfchensalat und vieles mehr. Und dazu lustige Szenen aus Merlind und Igors buntem Alltag – eine gelungene Mischung, die nicht nur Kindern Freude macht.


Daniela Drescher
Merlind, die kleine Zauberin
24 S., geb., ISBN-13: 978-3-8251-7675-4, € 12,90
Eine mitreißend witzige und fröhliche Geschichte, wunderschön farbenprächtig, herzerwärmend und romantisch wie immer bei unserer Meisterillustratorin Daniela Drescher. Merlind, die kleine Zauberin, besitzt zwar ein beeindruckendes, von Generation zu Generation weitervererbtes Zauberbuch und auch einen echten Zauberstab, aber leider ist sie etwas schusselig. Als ihr wehleidiger Hausdrache Igor mit einem Dorn im Fuß zu ihr kommt, ist sie so aufgeregt, dass sie alles durcheinanderbringt, was sie gelernt hat – mit haarsträubenden Folgen ... Erst die Anwendung eines sehr ausgefallenen Mittels führt schließlich dazu, dass Igor endlich wieder schmerzfrei laufen kann.

Montag, 4. April 2011

Männer (Jungens) weinen doch!

Mathias Jeschke (Text), Wiebke Oeser (Illustrationen)
Ein Mann, der weint
ab 4 Jahre, 32 S., durchgehend illustriert, Hardcover, ISBN 978-3-356-01414-3, Euro 14,95
Männer weinen nicht? Nein, Männer weinen nicht! Aber wenn sie es doch tun? Und das auch noch auf offener Straße …
 
Mathias Jeschke und Wiebke Oeser erzählen eine scheinbar einfache, auf den ersten Blick alltägliche, eine stille Geschichte. Die von einem kleinen Jungen, der mit seiner Mutter einkaufen geht. Von einem Jungen, der einem Hund an einer sehr langen Hundeleine begegnet, einer alten Frau, einem Kinderwagen, einem Radfahrer, einem Mädchen, einem sich schnell leerenden Kleiderständer – und einem Mann, dessen Verhalten wenig den Normen entspricht, den die erwachsene Welt nicht zu bemerken scheint … oder vielleicht nicht bemerken will. Im Gegensatz zu dem kleinen Jungen, der keineswegs nur sich fragt, warum der Mann Tränen in den Augen hat.

Ein atmosphärisch intensives Bilderbuch über Mitgefühl, Einsamkeit und Geborgenheit, Trauer und Trost. Ein Bilderbuch, das ohne oberflächliches Getöse auskommt und gerade deshalb lange nachwirkt, das Fragen stellt und nicht gleich simple Antworten parat hat, das fürs genaue Hinschauen plädiert, fernab von billigem Voyeurismus.
 
Mädchen weinen, klar! Frauen vielleicht auch, o.k.!
Aber Jungen?? Oder gar Männer??
Warum eigentlich nicht …

Donnerstag, 31. März 2011

Osterhase in Not

Nancy E. Walker-Guye, Igor Oleynikov (Ill.)
Was nun, lieber Osterhase? ab 4 Jahre, 32 S., geb. durchgehend farbig, ISBN: 978-3-314-01334-8, € 12,80, CHF: 22.80
So schön sind dem Osterhasen die Ostereier noch nie geraten wie dieses Jahr. Doch auf dem Weg zu den Kindern geht sein Korb kaputt und alle Eier purzeln den Hügel hinunter. »Was nun, lieber Osterhase?«, fragen seine Freunde, die zum Glück schnell zur Stelle sind. Mit ihrer Hilfe schafft es der Osterhase gerade noch, die Eier wieder einzusammeln und rechtzeitig für die Kinder zu verstecken. Als der Hahn den Sonnenaufgang verkündet, kommt der Osterhase müde, aber erleichtert nach Hause. Und da erwartet ihn eine große Überraschung ...

"Man möchte selbst wieder an den Osterhasen glauben, so sehr vermag dieses Buch mit seinen herausragenden Bildern zu verzaubern. Dass dabei eigentlich nur eine recht unspektakuläre Geschichte erzählt wird fällt nicht ins Gewicht, so sehr zieht dieses Buch durch die Bebilderung in seinen Bann." (Rezenson von Antje Saam auf Kinderbuch-Couch)

Mittwoch, 30. März 2011

Spuren lesen - Ein Bilderbuch ganz ohne Text

Gerda Müller
Was war hier bloß los? - Ein geheimnisvoller Spaziergang
40 S., Ppb in Fadenheftung, ISBN 978-3-89565-109-0, € 11,95 [D], 12,30[A]
Diesem Bilderbuch liegt eine bestechende Idee zu Grunde: Die handelnden Personen sind unsichtbar! Aber: Sie hinterlassen Spuren. Spuren, die vor dem Bett beginnen, ins Bad und zum Frühstückstisch führen und dann zur Tür hinaus in den Schnee. Zuerst sind es Spuren nackter Füße, dann die von Hausschlappen, schließlich von Stiefeln. Draußen gesellen sich Hundespuren dazu, später die einiger Vögel und natürlich jene Spuren, die Rückschlüsse auf das Tun der Hauptfigur zulässt. Klar, dass Kinder (aber auch Erwachsene!) ganz genau hingucken werden, um kein Detail zu verpassen, denn die Geschichte, der man hier auf der Spur ist, hat neben einem Hauptstrang auch kleine Nebenstränge.

Ein textloses Bilderbuch, mit dem man sich lange beschäftigen kann, das viele Aha-Effekte hervorruft, das zum Kombinieren einlädt – und das Erfolgserlebnisse beschert. Dem Thema angemessen, ist “Was war hier bloß los?” von Gerda Muller realistisch gezeichnet, wodurch sich die Handlung bestens verfolgen lässt.

Habgier lohnt sich nicht

Chen Jianghong: Lian
ab 4 Jahre, 40 S., Ppb. in Fadenheftung, ISBN 978-3-89565-184-7, € 14,80 [D], 15,30 [A]
Weil es in diesem Jahr so wenig Fische gibt, ist Lo, der Fischer, betrübt. Eines Tages erhält er von einer uralten Frau zum Dank dafür, dass er sie in einem schrecklichen Gewitter ans andere Ufer des Sees übersetzte, einige Lotussamen. Es sind ganz besondere Samen, da sie aus dem Rachen eines Drachen kommen. Lo legt sie in die Erde und über Nacht erblüht ein ganzes Lotusfeld. Aus einer Blüte kommt ein kleines Mädchen hervor – Lian. Auch sie ist etwas ganz Besonderes, denn sie besitzt eine wunderbare Gabe: Alles was sie mit ihrem Zauberlotus berührt, verwandelt sich in Kostbarkeiten. Das aber ruft prompt die Habgier der Tochter des Präfekten auf den Plan…

Mit Tusche auf Reispapier zeigt uns Chen Jianghong erneut, dass er zu den ganz Großen des Bilderbuchs zählt und so wird Lian wieder eine jener Geschichten sein, die Kinder stets von neuem anschauen und hören wollen. Sie ist voller Spannung und berichtet von Fähigkeiten, die jedes Kind für sich erträumt.

Mittwoch, 23. März 2011

Pflanzen- und Tieraquarelle

Christel Lorek, Angelika Kandler
Allerlei Pflanzen zwischen A und Z
72 S.,  Illustrationen farbig, ISBN 978-3-7235-1090-2, 6,00 €
Dem farbenfroh gemalten, humorvoll charakterisierten ABC der Tiere, das viele kleine und große Leute erfreut hat, folgt nun hier das ABC der Pflanzen: wiederum mit Versen von Christel Lorek, die es versteht, eine persönliche Beziehung zu schaffen zu den Pflanzenwesen, die uns, oft unbeachtet, umgeben und begleiten.
 
Die Aquarelle von Angelika Kandler (im Pflanzenbüchlein) vermitteln diesen Zugang, indem sie das Einzigartige und Besondere jeder Pflanze liebevoll in Farben schildert - Aquarelle, die allein schon durch ihre von Pflanze zu Pflanze verschiedenen Stimmungen Aug und Herz erfreuen.Ein durchgehend farbig ausgestaltetes Bändchen, ein sinniges Geschenk für jede Gelegenheit.
 
Christel Lorek, Jula Scholzen-Gnad
Allerlei Tiere zwischen A und Z
72 S.,  Illustrationen farbig, ISBN 978-3-7235-0862-6, 6,00 €

Donnerstag, 12. November 2009

Die Traumkugel ist verschwunden

Ute Boxberger
Die Traumkugel - Eine Weihnachtsgeschichte
ab 4 Jahren, Illustriert von Ute Gerstenmaier, geb., 32 S., ISBN-10: 3-8251-7521-9, ISBN-13: 978-3-8251-7521-4, 10,90 EUR
Siria, ein kleines Sternenkind, möchte gar zu gern einmal mit Kindern spielen, die auf der Erde wohnen. Der Mond weiß eine Lösung: Im Herbst, wenn er der Erde ganz nahe kommt, wird er seine Himmelsleiter herunterlassen, sodass die Erdenkinder im Traum zu ihm heraufkommen können.
Auch der kleine Daniel tollt in den Traumgärten des Mondes herum. Dort findet er eine wunderschöne Glaskugel, die er einfach (heimlich!) einsteckt und mit zurück zur Erde nimmt. Das ist der Beginn einer ganzen Kette von Problemen, denn ohne seine Traumkugel kann der Mond keine Träume mehr zur Erde schicken und auch keine Kinderträume zu Weihnachten erfüllen.

Mittwoch, 11. November 2009

Der größte Wunsch des kleinen Trolls

Susanne Lin
Der Troll, der Mensch werden wollte
ab 3 Jahren, geb., 30 S., ISBN-10: 3-7725-1110-4, ISBN-13: 978-3-7725-1110-3, 14,50 EUR
Der kleine Troll, von dem diese Geschichte handelt, ist ander als seine Freunde. Er möchte die Menschen nicht nur erschrecken und ihnen Schaden zufügen, wie es sonst Trollgewohnheit ist, sondern er spürt tief versteckt eine Sehnsucht, auch Mensch zu sein. Aber eine solche Verwandlung ist für einen Troll besonders schwer. Doch zufällig bekommt er einen Hinweis vom alten Köhler Matthes, der ihm weiterhilft: Wer mehr an andere denn an sich selbst denkt, wird zu den Menschen gehören. Er macht sich darum auf, fortan Gutes zu tun, auch wenn seine Trollfreunde ihn dafür bitter bestrafen. Die Freundschaft zu einem Mädchen ist es schließlich, die seinen Wunsch Wirklichkeit werden läßt.
Diese Geschichte einer Wandlung zum Menschsein ist so ehrlich und überzeugend erzählt, dass kleine wie größere Kinder ihre Freude daran haben werden. Diee Bilder des jungen belgischen Illustrators Ronald Heuninck vermitteln außerdem auf phantasievolle Weise, wie wir uns die Trollwelt vorstellen könnten.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Eine etwas andere Villa Kunterbunt

Kyle Mewburn
Kein Platz im Haus für eine Maus
ab 4 Jahren, Illustr. von Freya Blackwood, übersetzt von Michael Stehle, geb., 36 S., ISBN-10: 3-8251-7610-X, ISBN-13: 978-3-8251-7610-5, 14,50 EUR
Wenn man zu dritt in einem sehr großen Haus mit vielen leeren Zimmern wohnt, kann man sich fragen, wozu man so viel Platz eigentlich braucht. Dummerweise hat Christophers Mutter so viel Arbeit, dass sie ihm nicht einmal diese Frage beantworten kann. Also beschließt der aufgeweckte Christopher, einige Menschen zu sich nach Hause einzuladen – und bald ist es im Haus so voll, dass es kein Zimmer mehr für ihn und seine Maus Sneaky gibt … Ein kunterbuntes Bilderbuch voller skurriler Begegnungen – und mit einem zarten Hinweis darauf, dass man sich Zeit für die wesentlichen Dinge des Lebens nehmen sollte.
Das Haus ist viel zu groß für Christopher, seine Mutter und seine Maus. Vor allem: viel zu leer. Doch die Mutter, pflichtbewusst und zerstreut, hat nie Zeit, sich um irgendwas zu kümmern – schließlich ist sie mit den wirklich wichtigen Dingen des Lebens beschäftigt, an oberster Stelle ihrer to-do-Liste: ihre to-do-Liste. Also füllt der Junge die verwaisten Räume auf eigene Faust. Ins Sonnenzimmer kommt Frau Büglund, die Mistels ziehen ins Spiegelzimmer, das Bamboni-Orchester ins Turmzimmer, ein Zirkus bevölkert, treppauf, treppab, Küche und Flur. Sie alle hat Christopher zuvor von der Strasse aufgelesen. So entsteht bald eine veritable Villa Kunterbunt. Jeder packt mit an, am Ende ist das Haus voll und die to-do-Liste leer – bis auf eine Zeile: GENIESS DAS LEBEN!, steht da in Grossbuchstaben.
In der Oktoberausgabe des Lebensmagazins a tempo erzählt Michael Stehle über die Illustratorin Freya Blackwood

Mittwoch, 16. September 2009

Der Handschuh des Holzfällers

Loek Koopmans
Ein Märchen im Schnee
ab 3 Jahren, Wiederauflage ab Herbst 2009, geb., 24 S., ISBN-10: 3-7725-1136-8, ISBN-13: 978-3-7725-1136-3, 12,50 EUR
Als der alte Holzfäller durch den Wald geht und seinen Handschuh im Schnee verliert, ahnt er nicht, welch willkommene Behausung der Handschuh für die Tiere im Wald bedeutet. Nach und nach finden ein Mäuschen, ein Frosch, ein Häschen, ein Fuchs, ein Wildschwein und ein Bär alle eine warme Unterkunft im fallenden Schnee – bis der Holzfäller merkt, dass er den Handschuh verloren hat, und sein kleiner Hund beginnt, diesen zu suchen ...
Leseprobe: " ... Da kam auch noch ein Wildschwein.
Wer wohnt denn hier?, grunzte es.
Mäuschen Eil-dich-flink, Frosch Hinkebein, Häschen Schnell-zu-Fuß und Füchslein Güldenfell. Und wer bist du?
Ich bin Wildschwein Plattnase und ich will auch hier wohnen, schnaubte es.
Oh je, du bist doch viel zu dick!, riefen die anderen Tiere wie aus einem Munde.
Aber, na gut, wir werden ganz eng zusammenrücken, und dann kannst du versuchen, ob du auch noch hereinpasst ... "

Dienstag, 18. August 2009

Adventskalender

Ute Gerstenmaier
Adventskalender Winterszene
Mit 47 Türchen, ein Kalender zum Aufstellen oder Aufhängen, 31 x 45 cm, ISBN-10: 3-8251-7400-X, ISBN-13: 978-3-8251-7400-2, 11,50 EUR

Kleinere Kinder haben noch gar kein Verhältnis zu Zahlen. Für sie sind die Ziffern auf den Türen der Adventskalender ohne Hilfe nicht lesbar. Der Adventskalender von Ute Gerstenmaier löst dieses Problem auf einfache und zugleich kreative Weise.
Dieser Kalender hat doppelt so viele Türen wie die herkömmlichen Adventskalender (mit einer Ausnahme: Heilig Abend), also 47 Türchen. Wer einen der Sterne in beliebiger Reihenfolge öffnet, findet ein Bildmotiv aus dem unteren Teil, hinter welchem sich das eigentliche Tagesmotiv verbirgt.
So macht das Suchen und Finden erst recht Spaß und man kann nichts falsch machen.

Donnerstag, 9. April 2009

Bilderbuch des Monats Märs 2009

Daniela Drescher
Die Geschichte von der schönen Lau - Nach der gleichnamigen Erzählung von Eduard Mörike
ab 3 Jahren, Urachhaus Verlag 2009, 32 S., geb., 23 x 30 cm, ISBN-13: 978-3-8251-7641-9, 14,50 EUR
Die Sage um den Blautopf bei Blaubeuren – eine Karstquelle am Südrand der Schwäbischen Alb – überliefert uns Eduard Mörike in einer seiner bekanntesten Erzählungen, der Historie von der schönen Lau. Lachen – das muss die schöne Nixe lernen, damit ihr Schicksal sich wendet. Dann kann sie Kinder bekommen und zu ihrem Gemahl ans schwarze Meer zurückkehren. als sie die Freundschaft der herzensguten Frau Betha, der Wirtin des Nonnenhofs, gewinnt, und das Leben der Menschen kennenlernt, rückt sie diesem Ziel unverhofft näher. Daniela Drescher überträgt den farbigen Reichtum dieser Sagenwelt in berückende, wunderschöne Bilder.
Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Volkach hat "Die Geschichte von der schönen Lau" als Bilderbuch des Monats März 2009 ausgezeichnet. " ... Die Illustratorin hat mit zauberhaften Farbbildern, der bekannten Erzählung Mörikes neues Leben geschenkt und sie in ihrem Bilderbuch jungen Lesern von heute erschlossen ... " (aus der Begründung der Jury)

Mittwoch, 25. März 2009

Kleine Erfinder

Tamalone Manz
Das kann man immer mal gebrauchen - Ein Bilderbuch für Erfindungsreiche
ab 3 Jahren, 40 S., ISBN-13: 978-3-8251-7677-8, 14,50 EUR
Adrian ist ein Junge, der alles, was ihm in die Finger gerät, zu irgendetwas verarbeiten muss. Ganz klar, er wird später Erfinder werden. Beglückt er zunächst seine Eltern, so sind es später seine Kinder und Enkel. Die abenteuerlichsten und ausgefallensten Dinge und Geräte kommen so zustande, mal mehr, mal weniger brauchbar.
Tamalone Manz, Autorin und Illustratorin, (1993 in Amsterdam geboren) – die bislang jüngste in unserem Programm – dieser originellen und tiefsinnigen Geschichte ist selbst eine talentierte Erfinderin. 1995 zog sie mit ihrer Familie nach Frankreich und verbrachte dort ein Jahr auf einem Bauernhof, zog dann nach Stuttgart und wuchs zweisprachig auf. Außerdem ist Tamalone Manz Spezialistin für bestimmte Dinge, die alle Kinder gern hätten. Überzeugen Sie sich selbst!

Samstag, 31. Januar 2009

Christian Morgenstern

Die Enten laufen Schlittschuh
Ein Bilderbuch mit Versen von Christian Morgenstern
ab 3 Jahren, Ute Gerstenmaier (Ill.), 12 S., Pappeinband (unzerreißbar), ISBN-10: 3-8251-7446-8, ISBN-13: 978-3-8251-7446-0, 5,50 EUR

Die Enten laufen Schlittschuh
auf ihrem kleinen Teich.
Wo haben sie denn die Schlittschuh her -
sie sind doch gar nicht reich?

Wo haben sie denn die Schlittschuh her?
Woher? Vom Schlittschuhschmied!
Der hat sie ihnen geschenkt, weißt du,
für ein Entenschnatterlied.

In Christian Morgensterns Kindergedichten ist die Welt noch so, wie sie eigentlich sein sollte: kindnah, unbegrenzt imaginativ. Da können Enten eben Schlittschuh laufen, ein Apfel wird zu einem kleinen Haus mit fünf Kämmerlein, in denen jeweils ein brauner Mann wohnt, wir vernehmen, was die Spatzen im Winter empfinden und was die Weidenkätzchen als Geheimnis in sich verbergen… Kongenial umgesetzt in Bilder für die Kleinen wurden diese poetischen Perlen von der beliebten Illustratorin Ute Gerstenmaier, die im letzten Jahr mit ihrem Zwergentag zahllose junge Leser und ihre Eltern begeisterte.

Die Weidenkätzchen

Kätzchen ihr der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
sagt mir doch, ihr Schätzchen,
sagt, woher ihr stammt.

»Wollens gern dir sagen:
Wir sind ausgeschlagen
aus dem Weidenbaum,
haben winterüber, drin geschlafen,
lieber, in tieftiefem Traum.«

Montag, 26. Januar 2009

Märchen aus Osteuropa

Antonia Barber
Die schönste aller Blumen - Vergessene Märchen aus dem Osten Europas
ab 5 Jahren, 46 S., durchgehend farbig, geb., ISBN-10: 3-8251-7409-3, ISBN-13: 978-3-8251-7409-5, 13,50 EUR
Die Länder Osteuropas verfügen über eine alte Märchentradition, viel älter, als es in Deutschland der Fall ist. In dieser Sammlung unbekannter Märchen finden sich zahlreiche Motive, die in vielen Punkten den vertrauten Mustern von Grimm und Andersen ähneln – aber eben nur ähneln. Die kunst-vollen Bilder von Paul Hess unterstreichen den feinen Humor dieser Märchen auf zauberhafte Weise.
Ein russisches Märchen erzählt von dem klugen Mann, der seine geschwätzige Frau an der Nase herumführt, damit sie nicht das Geheimnis vom gefundenen Gold verrät. In einem rumänischen Märchen macht man Bekanntschaft mit einem sympathischen Drachen, der zu dumm ist, um zu bemerken, dass er immer wieder hintergangen wird. Und eine Geschichte aus Slowenien verrät uns viel über die Geheimnisse der menschlichen Natur .

Samstag, 17. Januar 2009

Storms Märchen von der Regentrude

Theodor Storm, Daniela Drescher (Illustr.)
Die Regentrude
ab 3 Jahren, ein Bilderbuch nach dem Märchen von Theodor Storm, 40 S., geb., ISBN-10: 3-8251-7571-5, ISBN-13: 978-3-8251-7571-9, 13,50 EUR
»Einen so heißen Sommer, wie nun vor hundert Jahren, hat es seitdem nicht wieder gegeben. Kein Grün fast war zu sehen; zahmes und wildes Getier lag verschmachtet auf den Feldern …« So beginnt Theodor Storms wohl berühmtestes Märchen, »Die Regentrude«, das er in der Weihnachtszeit 1863 wie in Trance in einem Zuge niederschrieb. Die Geschichte der mutigen Maren, die die sagenhafte Regentrude in ihrer unterirdischen Welt aufsucht, um sie zu wecken. Denn die Menschen wissen: Wenn die Regentrude eingeschlafen ist, gewinnt der Feuerteufel die Oberhand und lässt alles verbrennen, Ernte und Vieh sind verloren. Maren kann ihre Aufgabe jedoch nur zusammen mit ihrem Liebsten Andrees, dem Sohn der armen Stine, erfüllen, der den Feuerteufel überlistet ...

Die Regentrude - Ein musikalisches Märchen für Wasser,Stimme und zwei Geigen. Frei nach Theodor Storm. Bearbeitet von Cathrin Alisch (Berlin) - Cathalin-Concept

Freitag, 17. Oktober 2008

Wichtelkinder - und Puppenkinder ...

Elsa Beskow
Die Wichtelkinder

ab 4 Jahren, Aus dem Schwedischen von Arnica Esterl, 7.Auflage 2008, 32 S., Halbleinen, gebunden, 30 cm x 24 cm, ISBN-10: 3-8251-7435-2, ISBN-13: 978-3-8251-7435-4, EUR(D) 14,50, EUR (A) 15,00, CHF 26,20
Tief im Wald leben unter den Wurzeln einer alten Pinie die Wichtelkinder mit ihren Eltern. Sie spielen mit ihren Freunden, den Eichhörnchen, der Fledermaus, den Fröschen, Schnecken und Salamandern. Aber auch andere Tiere gibt es im Wald, wie die Schlange, vor der der Vater die vier Kinder beschützt. Und dann sind da noch die Trolle und Elfen, denen die Kinder beim nächtlichen Reigen zuschauen. Durch alle Jahreszeiten wird das Leben der Wichtelkinder dargestellt, vom Pflücken der Vorräte im Sommer bis zum Holz sammeln und Schlitten fahren im Winter. Mit den Kindern kann man das Leben der Natur verfolgen – und lernt, wie in der altbewährten Häschenschule, viel über die wirklichen und fast wirklichen Gestalten des Waldes. Manchmal fanden sie Waldelfen, die im Mondlicht tanzten und sangen und sich an ihren Spielen erfreuten. "Morgen Nacht müsst ihr wiederkommen!", baten die Wichtelkinder. "Vielleicht", lachten da die Elfen und verschwanden leicht wie eine Feder. Und niemand konnte sagen, wann und wo man sie wiedersehen würde.
"Einfach Kind sein" - Das ist das Motto der Puppenfee (Verena Geithner): "Bei diesen Worten können wir an unsere eigene Kindheit denken, an unsere Kinder, was wir ihnen für ihre Kindheit wünschen... Und wir sollten doch auch an die denken, die NICHT einfach Kind sein können?! Dazu abschliessend ein Satz: Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. (Albert Einstein)"

Sonntag, 31. August 2008

Vom Drachen Liederlich

G. Sobtzyk, U. Stöcker
Ritter Titus und der Drache Liederlich

Illustriert von Heike Georgi, TB, ca. 30 S. mit 16 farbigen Illustrationen, ISBN 3-938932-04-X, ca. 4,50 Euro
Der kleine Titus spielt gerne Ritter, und wie es sich für einen richtigen Ritter gehört, gleicht sein Zimmer eher einem Schlachtfeld als einem Kinderzimmer. Und warum soll er Aufräumen, wenn morgen das nächste Ritterspiel beginnt? Um den Ermahnungen der Eltern zu entgehen, schmiedet Titus einen Plan. Doch diesen zu verwirklichen bringt ungeahnte Wendungen. Es wird der bisher größte Kampf des kleinen Ritter Titus. Ein spannendes Büchlein über die Ordnung im Kinderzimmer und über die Erkenntnis, dass man die Geister, die man rief, oft nur sehr schwer wieder los wird.

Vom Sternlein das die Sonne sehen wollte

G. Sobtzyk, U. Stöcker
Vom Sternlein das die Sonne sehen wollte

Illustriert von Heike Georgi, TB, 16 S. mit 10 farbigen Illustrationen, ISBN 3-938932-05-8, 3,50 Euro
Blinker, der kleine Stern hat nur einen Wunsch: Er möchte einmal die Sonne sehen. Aber wie soll das gehen? Wenn am Tag die Sonne scheint, muss er schlafen und wenn die Sonne weiter gezogen ist, leuchtet der kleine Stern am Nachthimmel. Das macht Blinker sehr traurig. Auch Vater und Mutter Blinkerlein wissen keinen Rat und sehen sich vor einem unlösbaren Problem. Bis eines Tages der Mond davon erfährt ... Die erste Geschichte aus unserer Reihe „Sieben Geschichten zur Nacht“, die leise und doch spannend den Weg ins Traumland bereitet ...